Architektur

  • Zweigeschossiger massiver Ziegelbau mit L-förmigem Grundriss im Sinne der Reformarchitektur mit neoklassizistischen Elementen. Vollgeschossig unterkellert mit Souterrainräumen.
  • Durchfensterter ziegelsichtig belassener Kellersockel und verputzte Obergeschosse.
  • Walmdach mit Gauben. Dachwerk als Kombination aus Pfetten- und Sparrendach mit dreifach stehendem Dachstuhl.
  • Die Strassenfassade ist asymmetrisch gestaltet, vertikal durch Lisenen gegliedert und mit Stuck und Inschrift versehen.
  • An der Strassenfassade mittig gelegener Eingangsvorbau mit Walmdach und historischer hölzerner Eingangstür mit Schmiedearbeiten.
  • Aufwändig gestalteter Eingangsbereich mit Kassettendecke und grosszügiger Treppenhalle mit hohen sechsgliedrigen Buntglasfenstern als Zeugnis der Repräsentationsarchitektur
  • Fassade mit axial angeordneten Sprossenfenstern in Berliner Kastenbauweise. Linker Seitenrisalit der Strassenseite mit halbrunden Stuckrosetten oberhalb der Sprossenfenster 
  • Im Südosten ein apsisartiger Standerker
  • Im Südwesten im Bereich des Haupttreppenhauses historisierende Fenstergestaltung mit Bogenfenstern.
  • An der Westfassade ein Vorbau mit Walmdach mit Treppenaustritt zum Garten.
  • Bauzeitliche Ausstattung teilweise erhalten mit Eichenparkett im Fischgrätmuster in den meisten Räumen, teilweise erhaltener historischer Fliesenboden, vereinzelt erhaltene Wandschränke, Rahmenfüllungstüren (teilweise mit Strukturglas) und Berliner Kastenfenster

Im Souterrain Luftschutzraum und erhaltener Tresorraum mit bauzeitlicher Tresortür (Carl Kästner AG, Geldschrankfabrik und Tresorbauanstalt, Leipzig, gegründet 1846)

 

Im Garten befindet sich ein stählerner Luftschutzraum für 25 Personen und zwei Nebengebäude.

Auf dem Grundstück verlaufen teilweise noch die alten Bahngleise der Schipkau-Finsterwalder Eisenbahnstrecke (1887-1967) zum benachbarten Musikbahnhof Annahütte.